#1 Membership

MEMBERSHIP – Herkunft & Bedeutung

Vorwort zum ersten Beitrag im LogBlog von InnerPlaces:

Habt Ihr Euch jemals gefragt, ob die Wörter, die Ihr täglich nutzt, ein Eigenleben führen? Jedes Wort hat einen Ursprung – und in diesem Ursprung liegt seine grundlegende energetische Signatur. Wenn wir Wörter unbewusst gebrauchen, folgen wir oft einer alten Energie, die wir gar nicht beabsichtigen und schon gar nicht bedienen wollen.

Im Laufe der Zeit wurden Worte von Mensch zu Mensch und über Landstriche und Kontinente weiter getragen. Dabei haben sich viele Wörter in ihrer Bedeutung (je nachdem welche Intension verfolgt wurde), und damit auch ihre energetische Wirkung geändert. Nicht immer zum Vorteil und jedesmal mit viel Interpretationsspielraum.

Als Bewusstseinstrainerin ist ein Bereich meines Wirkens, die Sinne des Menschen zu wecken und Unbewusstes ins Bewusstsein zu bringen. Mein Fokus liegt darauf, an die mächtige Entscheidungskraft unseres Bewusstseins zu erinnern. Erst durch die bewusste Wahl, erhält jedes Wort seine einzigartige Bedeutung und seine volle, energetische und selbstbestimmte Kraft und macht uns zum wahren Schöpfer unserer Welt.

„Die Energie folgt der Aufmerksamkeit“ (im Original „Energy flows where attention goes“) entstammt der alten hawaiianischen Lebensphilosophie, die in den HUNA Lehren vermittelt wird und durch bekannte Persönlichkeiten wie James Redfield und Tony Robbins publik gemacht wurden.

Mit dem Membership bei InnerPlaces öffne ich einen Begegnungsraum, der einen wesentlichen Beitrag zur neuen Zeitqualität leistet, indem wir Menschen gemeinsam und bewusst neue Akzente setzen können.

Doch nun lasst Euch mitnehmen auf einen interessanten Exkurs in der Geschichte des Memberships…

Etymologisch

Der englische Begriff membership setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen, deren Ursprung tief in der Anatomie und der organischen Struktur verwurzelt ist: 

a) member (Mitglied/Glied)
Der Kern des Wortes member gelangte im 14. Jahrhundert aus dem Altfranzösischen (membre) ins Englische. Dieser Urspung geht auf Chanson de Roland, dem ältesten und bedeutendsten Heldenepos der altfranzösischen Literatur im Jahre 1100 zurück, der knapp zusammengefasst besagt, dass Ehre und Loyalität im Dienste Gottes und des Kaisers das höchste Gut sind, für die es sich lohnt, heldenhaft zu kämpfen und zu sterben.

Seine Bedeutung (member) erweiterte sich im Mittelalter von einem anatomischen „Glied“ (Teil des Körpers) hin zu einem „Mitglied“ (Teil einer sozialen Gemeinschaft):

Folgen wir der Spur von member / membre, so führt sie uns dies hin zum Lateinischen membrum, was wörtlich „Körperteil“, „Gliedmaße“ oder „Organ“ bedeutet. Im Wörterbuch wird dazu folgende Aufgliederung gegeben (welch ein nettes Wortspiel by the way)

  • Körperteil, Körperglied
  • (männliches) Glied, Penis
  • Glied, Teil (des Staates etc.) [lat. allgemein]
  • Zimmer, Gemach (Glied des Hauses) [Architektur]
  • Satzglied [Rhetorik]

Vielleicht lässt sich bereits hier nachvollziehen, wie es in der humanen Interpretationsvielfalt dazu kommen konnte, dass die Memberships ausschließlich den Männern vorbehalten waren und diese sich in exklusiven-separierten Logen trafen. (Frauen hatten 0,0 Zugangsberechtigung). Vielleicht lag es – wie so oft im Sprachlichen vorzufinden – schlichtweg an einer falschen Zuordnung der Übersetzung?

So wie Arme oder Beine einzelne, funktionale Teile eines ganzen organischen Körpers sind, ist ein member ein funktionales Teil eines „sozialen Körpers“, wie einer Organisation oder Gemeinschaft. Bedeutsam ist hier der Begriff der Funktionalität, also der ausübenden Tätigkeit. Das macht den Bezug zur Wurzel des Wortes noch viel interessanter:


Die indogermanische Wurzel des Wortes member lautet in seiner Urform *mems- (oder in erweiterten Formen wie *mēms-ro), was ursprünglich schlicht „Fleisch“ oder „Körperteil“ bedeutete.

Das Alter dieser Wurzel erkennt man übrigens in weiteren indogermanischen Sprachzweigen wie dem

  • Sanskrit: māmsám (Fleisch).
  • Gotischen: mimz (Fleisch).
  • Altpreußischen: mensā (Fleisch).

Manche führen den member auf den rekonstruierten Wortstamm *men-, zurück, welches „denken, meinen, sich erinnern“ bedeutet, jedoch etymologisch nicht der korrekte Ursprung ist.

Wenn nun der funktionale Teil (member) eines Gesamtorganismus auf das Fleisch(mems) zurückzuführen ist, und sich im Laufe der Zeit der Wunsch breit macht, dass das Denken der Ursprung sei – was will uns das wohl sagen? Mir fällt dazu spontan die Mythologie zu Zeus ein, dem seine Lieblingstochter Athene in voller Rüstung aus seinem Kopf (Geiste) entsprungen ist, nachdem der Schmied Hephaistos ihm den Schädel spalten musste… Athene steht symbolisch für die Weisheit und Diplomatie. Ohne jetzt in dieMythologie abzuschweifen…

….lasst uns weiter blicken zum zweiten Teil des Wortes membership.

b) -ship (-schaft)
Die Endung -ship ist germanischen Ursprungs und entspricht dem deutschen -schaft. In seiner Bedeutung bezeichnet es einen Zustand, eine Eigenschaft oder eine Stellung.

-ship wandelt somit grammatikalisch das Substantiv member in einen abstrakten Begriff um, der nicht mehr die Person selbst, sondern den rechtlichen oder sozialen Status der Zugehörigkeit beschreibt. 

Das Wort membership in seiner heutigen Form als Bezeichnung für den Zustand der Zugehörigkeit tauchte erstmals 1614 im historischen Kontext für das sogenannte „Addled Parliament“ (das verworrene Parlament)auf. Etwa 200 Jahre später, um 1850, begann man das Wort auch kollektiv für die Gesamtheit aller Mitglieder (die „Mitgliederschaft“) zu verwenden. 

Zusammengefasst könnte man bis hierher sagen, dass etymologisch gesehen membership den Zustand beschreibt, ein funktionstüchtiger „Teil eines größeren Ganzen“ zu sein. 


Im britischen Kontext hat Membership eine tiefe soziokulturelle und politische Bedeutung, die weit über das bloße „Mitgliedsein“ in einem modernen Verein hinausgeht. Er ist eng mit der britischen Identität, der sozialen Schichtung und dem parlamentarischen System verknüpft:

Die wohl prominenteste Verwendung findet sich im britischen Parlament „Member of Parliament“ (MP). Der Begriff spiegelt die Idee wieder, dass das Parlament ein „Körper“ (Body) ist, in dem jeder MP ein funktionales Glied (Member) darstellt, das einen bestimmten Wahlkreis vertritt und somit zu einem ausführenden Organ wird.

Der/ Die/ Das „Membership“ (bei soviel Gliedern, Teilen, Körpern und sprachlichen Geschlechtern wie wir sie im Deutschen haben, kann es schon mal zu Irrungen und Wirrungen führen ;)) im Parlament ist an strikte Regeln und Privilegien gebunden, die das Fundament der britischen Demokratie bilden.

Die soziale Tradition der „Gentlemen’s Clubs“
Historisch gesehen war die Mitgliedschaft in exklusiven Clubs ein zentraler Pfeiler der britischen Gesellschaft. Im 18. und 19. Jahrhundert war die Mitgliedschaft (Membership) in einem Londoner Gentlemen’s Club (wie dem Reform Club oder Athenaeum) ein Zeichen für Status, Macht und soziale Klasse. Diese Clubs waren Orte, an denen informelle politische Entscheidungen getroffen wurden. Membership bedeutete hier Zugang zu einem exklusiven Elite-Netzwerk, das oft wichtiger war als formale Qualifikationen.

Dem Namen „Gentlemen’s Clubs“ abzuleiten, haben wir es hier ausschließlich mit Herren zu tun. Damen waren, soweit mir bekannt ist, nicht involviert (Freue mich jedoch über Nachweise, die ein integratives Bild der sozialen Tradition vermitteln).

Ehrentitel und Orden
Das britische Ehrensystem nutzt den Begriff „Member“ auch, um Verdienste für das Land zu würdigen.
MBE (Member of the Order of the British Empire) ist eine seiner bekanntesten Auszeichnungen. Wer ein MBE erhält, wird offiziell „Mitglied“ eines königlichen Ritterordens. Dies unterstreicht die symbolische Zugehörigkeit zur Krone und den Dienst an der Gemeinschaft. Selbstverständlich wird Mann dafür zum Ritter geschlagen (Warum wird derjenige eigentlich nicht erhoben, wenn dieser ehrenvolle Dienste erwiesen hat?).

In dieser Zeit verfestigten sich Begriffe wie chairman, agenda und eben membership im allgemeinen Sprachgebrauch. Das Membership definierte sich nun durch einen formalen Akt des Beitritts und einem festen Regelwerk, was die Grundlage für die moderne Vereinsstruktur weltweit legte. Wie erfreulich, dass heutzutage auch Frauen in Vereinen willkommen geheißen werden!

Zusammenfassend ist „Membership“ im britischen Verständnis oft ein Ausdruck von Rang, Loyalität gegenüber Institutionen (wie der Krone oder dem Parlament) und sozialer Identität.


Geografische Exklusivität als Kontrollmechanismus
Die Insellage und der Zugang per Schiff, dienten als natürlicher Filter. Historisch gesehen war die Reise nach Großbritannien zeitaufwendig und kostspielig, was den physischen Zugang zum „Zentrum der Macht“ (London) auf eine wohlhabende und loyale Elite beschränkte. Diese physische Barriere spiegelte sich in der Informationskontrolle wider: Der Zentralisierung von Informationen. Berichte aus den Kolonien flossen gesammelt nach London (z.B. in das Colonial Office oder die National Archives), während der Wissensfluss zurück in die Peripherie streng gefiltert wurde.

Die Royal Navy sicherte nicht nur Handelswege, sondern kontrollierte auch die Kommunikationslinien (Knotenpunkte wie Ascension oder Gibraltar), was den Zugang zum globalen Nachrichtenaustausch exklusiv machte.

„Membership“ als intellektueller Zugangsbeschränker und Torwächter.
Die „Membership“ fungierte als soziale und institutionelle Schranke, um das Herrschaftswissen zu schützen. In den Kolonien dienten britische Social Clubs als Orte des exklusiven Wissens- und Meinungsaustauschs. Nur Mitglieder hatten Zugang zu den dortigen Bibliotheken und informellen Netzwerken.

Während der Dekolonisierung wurden sensible Akten (die sogenannten Migrated Archives) selektiert und nach Großbritannien zurückgebracht. Nur „weiß-britische“ Beamte durften diese Informationen sortieren, um zu entscheiden, wer nach der Unabhängigkeit welches Wissen behalten durfte.

Der Austausch von Wissen zwischen Universitäten und Gelehrten bildete eine selektive „britische akademische Welt“, die primär das Mutterland und die Siedlerkolonien (Kanada, Australien, Südafrika) umfasste, während indigene Bevölkerungsgruppen oft ausgeschlossen blieben. 

Wissensspektren als Herrschaftsinstrument
Wissen über die Kolonien (Karten, lokale Bräuche, Riten, Naturheilkunde, Sprachen u.v.m.) wurde systematisch gesammelt, um die koloniale Verwaltung effizienter zu machen („Imperial Legibility“). Dieses Wissen war oft nur für Administratoren zugänglich, die Teil der imperialen Hierarchie – also der „Membership“ – waren. 

So wie das Schiff der einzige Zugang zur Insel war, war auch die formale oder informale Mitgliedschaft in der imperialen Elite der einzige Zugang zu den entscheidenden Wissensspektren und Archiven des Empires. Diese Strukturen wirken bis heute nach, da viele historische Dokumente noch immer zentral in London verwahrt werden. 


Auch der Vatikan nutzt seine einzigartige, geografische (als souveräner Stadtstaat) und theologische Struktur, um Zugang zu Wissen und Macht zu regulieren.

Physische und geografische Exklusivität
Der Vatikan ist ein extrem kleiner, (der kleinste neben Singapore und Monaco) souveräner Staat, der von Mauern umgeben und nicht frei zugänglich ist.

Der Zugang zu diesem „Schiff“ ist physisch und formal begrenzt. Nur durch Berufung oder Ernennung (Priesterweihe, Kardinalserhebung, Anstellung in der Kurie) kann man in das Innere, also dem „Schiffsbauch“ gelangen. Man wird nicht hineingeboren und Frauen hatten bis vor kurzem überhaupt (im wahrsten Sinne des Wortes) keinen Zutritt.

Seit Januar 2025 hat Papst Franziskus, erstmals in der Geschichte, Frauen ein Amt im Vatikan übertragen.

  • Schwester Raffaella Petrini ist seit dem 1. März 2025 Präsidentin des Governatorats der Vatikanstadt und damit die Regierungschefin des Vatikanstaates.
  • Schwester Simona Brambilla ist seit dem 6. Januar 2025 Präfektin des Dikasteriums für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens und damit die erste Frau an der Spitze einer vatikanischen Behörde („Ministerium“). 

Beide Ernennungen sind eine sensationelle Geschichtsschreibung!!! Doch nach wie vor sind die vatikanischen Archive nur einem streng selektierten Personenkreis zugänglich.

„Membership“ als Klerus-Zugehörigkeit
Die Mitgliedschaft in der Römischen Kurie oder im Kardinalskollegium entspricht der imperialen Elite. Das entscheidende Kriterium für den Zugriff auf das interne Wissen ist die Kleriker-Zugehörigkeit (Weihe). Laien, insbesondere Frauen, haben keinen Zugang zu den obersten Entscheidungsebenen und den damit verbundenen Informationen.

Die Zugehörigkeit (man höre die Hörigkeit im Worte) ist durch den Gehorsam gegenüber dem Papst und die Verpflichtung zur Geheimhaltung (Secretum pontificium) definiert. Wer austritt oder ausgeschlossen wird, verliert sofort den Zugang zum Wissensspektrum.

Kontrolle über Wissensspektren (Archive & Theologie)
Der Vatikan kontrolliert eines der umfangreichsten und ältesten Wissensarchive der Welt.

Das ehemals als Geheimes Vatikanisches Archiv (heute Apostolisches Archiv) bekannte Archiv ist der Inbegriff dieser Analogie zum geheimen Wissen, das nur einer Elite zugänglich ist. Der Zugang wurde über Jahrhunderte nur wenigen Gelehrten gewährt, und auch heute noch unterliegt er strengen Regeln und Sperrfristen (z. B. für Dokumente nach 1958).


Der Vatikan beansprucht die höchste Autorität bei der Interpretation von Glaubensfragen und Kirchenrecht. Nur jene, die Teil des offiziellen Lehr- und Verwaltungsapparats sind, definieren, was „richtiges“ Wissen ist. Abweichende Meinungen werden historisch exkommuniziert.

Zusammengefasst könnte man sagen, im Vatikan verhält es sich recht ähnlich wie im britischen Empire: Die physische Begrenzung (Stadtstaat/Insel) und die formale Zugehörigkeit (Klerus/imperiale Elite) sind die entscheidenden Torwächter, die bestimmen, wer Zugang zu den zentralen, machtrelevanten Wissensspektren und Archiven erhält.



Vom Membership zum Kirchenschiff

Wie schon angedeutet, lässt es sich nicht verbergen, dass die Worte und ihre Bedeutungen unweigerlich zum Bild des Kirchenschiffs (lateinisch navis) überleiten. Das Kirchenschiff dient seit der Antike als fundamentale Metapher für die christliche Gemeinschaft und lässt sich direkt auf das Konzept der Membership (Zugehörigkeit) beziehen:

Etymologische Brücke: Navis und Nave

Die Bezeichnung für den zentralen Versammlungsraum der Gläubigen, das Kirchenschiff, leitet sich direkt vom lateinischen Wort navis (Schiff) ab. In der Architektur wird dieser Teil im Englischen nach wie vor als nave bezeichnet. 

Symbolik: Die Kirche wird als ein „Gefäß“ verstanden, das die Gläubigen sicher durch die „stürmische See“ der Welt und Zeit zum Heil trägt.
Nur wer sich „an Bord“ dieses Memberships befindet (also durch die Taufe aufgenommen wurde und sich dem Glauben bekennt), ist Teil der „rettenden Gemeinschaft“. Wer außerhalb des Schiffes bleibt, setzt sich den „Wogen des Schicksals“ oder dem Verderben aus (laut Kirchendefinition). 

Die Kirche als „Organismus“
Wie eingangs erläutert, stammt Membership von membrum (Körperteil). Die theologische Entsprechung ist der „Leib Christi“:

Jeder Gläubige ist als Glied Teil eines übergeordneten geistigen Körpers. Das Kirchenschiff dient als physischer Ort der Manifestation dieses „Körpers“ durch den Glauben.

Die Aufnahme in diesen „Körper“ erfolgt rituell durch den Akt der Taufe. Da dies in der Regel im Säuglings- oder Kindesalter geschieht, wird die Glaubensbekenntnis stellvertretend durch die Eltern abgelegt. Zu diesem Zeitpunkt ist das Individuum naturgemäß noch unmündig und nicht in der Lage, eine eigene, bewusste Entscheidung zu treffen. Die Entwicklung von der anfänglichen Unmündigkeit hin zu einem freien Denk- und Sprachvermögen unterliegt dem individuellen Erziehungs- und Entwicklungsprozess und bleibt der persönlichen Reflexion überlassen.

Faktisch betrachtet beginnt die Auseinandersetzung mit dem Glauben von Beginn an innerhalb eines vorgegebenen Rahmens, der durch die Tradition und die Vorgaben der jeweiligen Kirchenleitung strukturiert und ausgerichtet wird.

Ein Abweichen von den jeweiligen Vorgaben hatte den Ausschluss aus der Körperschaft = Gemeinschaft zur Folge.

Wenn ich an den Beginn anknüpfe, der membership als einen Gesamtorganismus definiert, stellt sich die Frage, wie es sich physisch anfühlen würde, wenn ein Teil des Körpers diesem Gesamtorganismus entnommen würde, weil es nicht den Idealvorstellungen entspricht?

Exklusivität und Zugang zum Wissen
Analog zur Theorie über das Empire und den Vatikan galt lange der Grundsatz: Extra ecclesiam nulla salus („Außerhalb der Kirche kein Heil“). 

Das Kirchenschiff bewahrt sowohl das exklusive Wissen und dient als Tresor für die Sakramente, die Heilige Schrift und deren Auslegung. Wie bei einem echten Schiff gibt es eine klare Ordnung: Christus als Steuermann, die Apostel (und später der Klerus) als Ruderer oder Offiziere, und die Gläubigen als die Passagiere an Bord. Der Zugang zu den „Karten“ (dem tiefen theologischen Wissen, aber auch den Seekarten) blieb dabei der Führung vorbehalten. 

Das Kirchenschiff ist die bauliche Umsetzung der Membership-Idee. Es definiert eine klare Grenze zwischen „drinnen“ (Sicherheit, Gemeinschaft, exklusives Heilswissen) und „draußen“ (Gefahr, Weltlichkeit). Wer „Mitglied“ im Sinne des Memberships ist, ist Passagier auf diesem Schiff und erhält damit Zugang zum geschützten Raum und dessen Inhalten. 


Doch lasst uns von politischen und religiösen Betrachtungswinkeln zurück an den Ursprung des Wortes kehren: Wie wir sehen können, haben sich im Laufe der Zeit Worte gebildet, deren energetischer Abdruck bis heute durchwirkt. Je nach Autoren oder Anwender erhielten und erhalten Worte eine bestimmte Ausrichtung.

Mein Ansatz ist, dem Menschen bewusst werden zu lassen, welche Intension mit den jeweils ausgesandten Worten einhergeht. Bei unbewusster Verwendung, wird unterbewusst das weiter getragen, was einst diese Worte geprägt hat. So werden bestimmte (wortwörtlich) Energiefelder weiter aufrechterhalten.

Doch wenn der Mensch zu etwas fähig ist, dann ist es, Kraft seines bewussten Seins diese Energien zu leiten und somit auch neu auszuloten.

Das Membership von InnerPlaces distanziert sich bewusst von politischen, als auch religiösen Konzepten und öffnet das Portal zum ganzheitlichen Sein.

Die Voraussetzung für äußeren Frieden liegt in der Beendigung innerer Machtkämpfe. Ein fließendes Miteinander, das auf Integration statt Ausgrenzung fußt, bildet die entwicklungsfördernde Grundlage und setzt den Schritt in unsere gesunde Zukunft – gleich der vitalen Ordnung eines Organismus.

Bei InnerPlaces sind Wissende und Wissen Suchende herzlich willkommen; jeder Mensch, der bestrebt ist, sich auf der Reise durch die transformative Zeit aktiv mit einzubringen. Trage mit Deiner kreativen Frische konstruktiv bei, überholte Strukturen neu zu gestalten.

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